Technische Hilfsmittel bei einer Präsentation

Ziel einer Präsentation ist es den Zuhörer zu informieren, zu überzeugen und zu motivieren. Als Medien für die richtige Präsentations- und Vortragstechnik eignen sich Overhead-Projektoren, Flipcharts oder auch die Metaplan-Methode. Außerdem können Wandplakate und Arbeitsmaterialien zum Einsatz kommen, um Kommunikationsinhalte sichtbar zu machen. Auch Produkte und Flyer schaffen es so, auf offene Ohren beim Zuhörer zu stoßen.

Ein Bild, eine Zeichnung verhilft jedem Zuhörer zu einem besseren Verständnis und dient als Gedächtnisstütze. Dieses Sichtbarmachen von Kommunikationsinhalten wird „Visualisierung“ genannt. Der Medieneinsatz ist ein Hilfsmittel zur Unterstützung des Vortrages mittels Visualisierung. Daher sind Medien ein Instrument. Sie dienen dem Vortragenden als Stichwortgeber und helfen dem Zuhörer beim Behalten und Verstehen. Treten Medien hinter den Redner zurück. Sie dürfen nicht Hauptaugenmerk sein, sondern nur am Rande auftreten Sind Medien einfach aufgebaut. Nur so versteht man sie schnell und nur so lenken sie nicht allzu sehr ab.
Bedeutung der Farben bei der Visualisierung

Rot: stark, aktiv
Orange: warm, froh
Gelb: hell, heiter
Grün: ruhig, passiv, natürlich


Beispiel Technische Hilfsmittel bei einer Präsentation

Arten der Technischen Hilfsmittel,

Die Metaplan-Methode

  • Karteikarten, Pinnwand, Plakate, Filzstifte, Befestigungsmaterial
  • verschiedene Formen der Karten (Wolken, Rechtecke, Kreise …)
  • Darstellung von Bedeutungszusammenhängen durch Farben und Symbole

Vorteile:

  • Einfache Visualisierungshilfe für komplexe Themen in kleinen Gruppen
  • Hilfe beim Erkennen von Zusammenhängen (Gesamtübersicht)

Nachteile:

  • Nur für kleine Gruppen (bis 20) geeignet
  • Mögliches Problem: Handschrift
  • Begrenzte Visualisierungsmöglichkeiten

Flipchart

  • Mit Papierblock, Klemmleiste; Filzstifte
  • Handschriftliche Gestaltung

Vorteile:

  • Ergänzung vorbereiteter und Beschriftung leerer Blätter
  • Möglichkeit zu Analyse komplexer Sachverhalte mit den Zuhörern
  • Vor- und Zurückblättern
  • Abgelöste Blätter neu positionierbar
  • Mögliche Ergänzung zu Overheadprojektor

Nachteile:

  • Nur für kleine Gruppen (bis 20) geeignet
  • Probleme beim Blickkontakt mit den Zuhörern
  • Mögliches Problem: Handschrift
  • Sichtbehinderung beim Zeichnen und Schreiben
  • Begrenzte Visualisierungsmöglichkeiten

Overhead-Projektor

  • Ergänzung angelegter und Beschriftung leerer Folien

Vorteile:

  • Einfache Handhabung
  • Große Zuhörerzahl möglich
  • Gute Gestaltungsmöglichkeiten (Erstellung am PC)
  • Overlay
  • Blickkontakt zum Publikum

Nachteile:

  • Technische Grenzen der „Entwicklung“ von Foliendarstellungen während des Vortrags
  • Ordnungsprobleme
  • Begrenzte multimediale Präsentation

Multimediaprojektor

Vorteile:

  • Große Teilnehmerzahl möglich
  • Blickkontakt zum Publikum
  • Vielfältige Darstellungsmöglichkeiten: Entwicklung von Folien, Text, Bild, Grafik, Film und Ton

Nachteile:

  • Ablenkung vom eigentlichen Inhalt
  • Zu geringe Konzentration auf das Publikum
  • Technische Voraussetzungen

Multimediale Darstellung

  • Die Möglichkeiten der multimedialen Darstellung (Bilder, ggf. Film- und Toneinspielungen) sollen zielgerichtet, aber maßvoll eingesetzt werden, um Aufmerksamkeit zu erwecken und Inhalte zu veranschaulichen oder zu ergänzen.
  • Grafiken und Diagramme sollen genutzt werden, um komplexe Sachverhalte verständlicher zu machen.

Bei der computergestützten Präsentation müssen Animationen unbedingt auf ein Mindestmaß beschränkt, ihr Einsatz muss auf den Inhalt abgestimmt werden.

Die Struktur ist ganz wichtig!

  • Die Präsentation sollte eine Einleitung und einen Schluss enthalten.
  • Der Hauptteil muss folgerichtig aufgebaut und übersichtlich gestaltet sein, Wesentliches von Unwesentlichem unterscheiden und einen „roten Faden“ erkennen lassen.

Gestaltung von Folien und Charts

  • Für die Folien sollte ein einheitliches Format gewählt werden. Wegen des horizontal größeren Wahrnehmungsfelds des Auges und der besseren Nutzungsmöglichkeiten ist das Querformat zu empfehlen.
  • Schaubilder sollen einfach und klar sein.
  • Die Hintergrundfarbe muss in ausreichendem Kontrast zur Darstellung stehen.
    Farben sollten zielgerichtet, aber maßvoll verwendet werden
  • Textfolien sollen in der Regel nur Stichpunkte und eine Headline enthalten.
  • Sie sollten einheitlich gestaltet sein und ein einheitliches Schriftbild haben.
  • Sie sollten keine Fußnoten und Quellenangaben enthalten.
  • Bei der Auswahl der Schriftart und der Bestimmung der Schriftgröße ist auf die Lesbarkeit unter Berücksichtigung der weitesten Entfernung zu achten.

Tipp: Haltet Blickkontakt zum Publikum – damit wirkt ihr überzeugender und authentischer. Wenn ihr dazu ein bisschen zu schüchtern seid, könnt ihr auch einfach knapp über das Publikum hinwegsehen. Wenn ihr regelmäßig mit euren Augen über den Köpfen der Zuhörer liegt, merkt niemand den Unterschied.

(Audio)Visuelle Hilfsmittel unterstützen das gesprochene Wort, weil sie:

  • die Informationsaufnahme erleichtern
  • die Orientierung und den Überblick verbessern
  • den Sachverhalt (v.a. Kernpunkte) verdeutlichen
  • anregen und Interesse wecken
  • die Wirkung des Wortes steigern
  • die Überzeugungskraft erhöhen